Drehkreuz verkabeln (Installationsanleitung)

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verkabelung eines Drehkreuzes - von den Begriffen und Positionen über den Schaltplan und den Trafo bis hin zu Router-Antennen, Test und wasserdichtem Kartenleser.

Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die Verkabelung eines Drehkreuzes - von der Übersicht der einzelnen Komponenten bis zum fertig getesteten System. Gehen Sie die Abschnitte am besten in der angegebenen Reihenfolge durch.

Tipp: Die Erklärungstexte sind eingeklappt. Wenn Sie nur die Bilder durchsehen möchten, lassen Sie sie zu - oder klappen Sie bei Bedarf die jeweilige Erklärung auf.

Materialliste (Stand August 2024)

Verbrauchsmaterialien (pro Drehkreuz erforderlich):

  • 1x IO-Controller - i-door: Enthalten und vorkonfiguriert in der Bausicht-Drehkreuzausstattung
  • 1x Router - RUT200: Enthalten und vorkonfiguriert in der Bausicht-Drehkreuzausstattung
  • 2x Kartenlesegeräte (RFID5): Enthalten und vorkonfiguriert in der Bausicht-Drehkreuzausstattung
  • 1x Transformator (17,60 €) - Amazon

Vorratsmaterialien:

  • Dichtungsmatte - Amazon
  • Klingeldraht - Amazon
  • Wago-Klemmen 5er (pro Drehkreuz 2x benötigt) - Amazon
  • Wago-Klemmen 3er (pro Drehkreuz 6x benötigt) - Amazon

Werkzeug:

Erklärung:

  • Controller - i-door: Steuert den Zugang, indem er die Berechtigung der RFID-Karte am Lesegerät überprüft und anschließend das Drehkreuz freigibt.
  • Router: Beinhaltet eine SIM-Karte und stellt die Internetverbindung für den Controller sicher.
  • Kartenlesegeräte: Lesen RFID-Mifare-Karten.
  • Dichtungsmatte: Gewährleistet die vollständige Wasserdichtigkeit der Kartenlesegeräte.
  • Klingeldraht: Ideal für die Verkabelung von 12-Volt-Systemen oder Signalübertragungen, da keine Aderendhülsen erforderlich sind. Nicht für 230-Volt-Anwendungen verwenden!
  • Mini-Schraubendreher-Set: Zum Anschließen des i-door-Controllers, der Kartenlesegeräte und des Drehkreuz-Controllers.
  • Einziehspirale: Erleichtert das Einziehen der Kabel durch das Drehkreuz.
  • Schere: Zum Schneiden der Dichtungsmatte und zum Anfertigen von Öffnungen in den Gummidichtungen des Drehkreuzes, um Antennenkabel durchzuführen.
  • Abisolierzange: Zum Entfernen der Isolierung von Kabeln.
  • Klemmzange: Ermöglicht das Wiederverwenden bestehender Kabel bei gebrauchten Drehkreuzen.

Schritt 1: Begriffe und Positionen im Drehkreuz

Erklärung der Begriffe und Positionen im Drehkreuz: Controller Drehkreuz, Mechanik, Controller Bausicht (i-door), Router (RUT956), Trafo, RFID-Kartenleser und Stromversorgung 230 V

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Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick, welche Komponenten verbaut sind und wo sie sitzen. Oben am Drehkreuz befindet sich der Controller des Drehkreuzes sowie die Mechanik des Drehkreuzes. Direkt daneben sitzt der Controller von Bausicht (i-door) zusammen mit dem Router (RUT956) und dem Trafo. Die Stromversorgung erfolgt mit 230 V. An der Außenseite des Drehkreuzes sind die RFID-Kartenleser (Eingang und Ausgang) montiert. Machen Sie sich mit diesen Begriffen vertraut - sie werden in den folgenden Schritten verwendet.

Schritt 2: Schaltplan - Controller mit Drehkreuz verkabeln

Schaltplan zur Verkabelung von Controller und Drehkreuz mit Trafo, Controller (i-door), Relais RLY1/RLY2, Kartenleser (RFID5) und Router (RUT200) inklusive alternativer Anschlussbezeichnungen

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Der Schaltplan zeigt die komplette Verkabelung im Überblick. Der Trafo (12 Volt - 24 Watt) versorgt den Controller (i-door), die Kartenleser und den Router mit Strom. Vom Controller gehen die Relais RLY1 und RLY2 an die Anschlüsse Card1 und Card2 am Drehkreuz (je nach Hersteller heißen diese Anschlüsse auch InhA/InhB/GND, B/GND/C, OP-L/COM/OP-R oder ROT L/COM/ROT R - siehe die alternativen Bezeichnungen im Bild). Der Kartenleser (RFID5 Card Reader) wird über D+/D- (LG/485A bzw. LR/485B), GND und +VIN angeschlossen; die DIP-Switches unterscheiden dabei Eingang und Ausgang. Der Router (RUT200) erhält Strom über VDC (9-30 VDC) und GND und wird per LAN mit dem Controller verbunden.

Hinweis zum Router-Strom: Schneiden Sie das Stromkabel des Routers ab und schließen Sie nur 2 der 4 Adern an den Trafo an. Die anderen beiden Adern werden lediglich für ein Signal benötigt.


Schritt 3: Trafo anschließen

Trafo anschließen: Input 230 V Wechselstrom, Output 12 V / 24 Watt Gleichstrom, Verteilung über 5er-Wago-Klemmen für Controller, Kartenleser und Router

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Der Trafo wandelt die Eingangsspannung von 230 Volt Wechselstrom in 12 Volt - 24 Watt Gleichstrom um. Verteilen Sie den Ausgang über 5er-Wago-Klemmen in Parallel-Schaltung, um den Controller, die beiden Kartenleser und den Router gemeinsam mit Strom zu versorgen. Achten Sie dabei auf den Gesamtverbrauch von ca. 20 Watt (i-door: max. 9 Watt, Lesegeräte: max. 2 Watt, Router: max. 7 Watt) - der Trafo mit 24 Watt deckt dies ab. Optional können Sie den Trafo auch für den Router mitnutzen: Schneiden Sie dafür den Stecker ab und schließen Sie die beiden Kabel an den Trafo an.

Schritt 4: Router-Antennen anschließen

Router-Antennen anschließen: mobile Antennen außen magnetisch befestigen, Kabel durch die Gummi-Befestigungen nach innen führen und an die mobile-Stecker des Routers anschließen

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Befestigen Sie die mobilen Antennen an der Außenseite des Drehkreuzes - die Antennen werden magnetisch angebracht und nach Möglichkeit in 2 Richtungen ausgerichtet, um den bestmöglichen Empfang zu erzielen. Führen Sie die Kabel durch die Gummi-Befestigungen am Drehkreuz nach innen. Schließen Sie die Antennen anschließend an die mit „mobile" gekennzeichneten Stecker des Routers an.

Schritt 5: Drehkreuz testen und häufige Probleme

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Nach dem Einschalten warten Sie bitte 3-5 Minuten, bis das Drehkreuz online ist. Anschließend können Sie das Drehkreuz testen, indem Sie eine Karte vorhalten und den Durchgang prüfen.

Treten dabei Probleme auf, helfen folgende Artikel weiter:

Lesen Sie auch: Der Controller gibt einen lauten Signalton von sich? Drehkreuz-Controller piept laut - Ursachen und Lösungen
Lesen Sie auch: Ein anderes Problem? Alle bekannten Probleme und Lösungen am Drehkreuz oder an der Schranke beheben

Schritt 6: Kartenleser wasserdicht machen

Kartenleser wasserdicht machen: DIP-Switches prüfen, verkabeln, auf Funktionalität testen und mit Abdichtmatte sorgfältig abkleben (Vorher/Nachher)

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Damit die Elektronik dauerhaft geschützt ist, sollten die Kartenleser abgedichtet werden. Prüfen Sie zunächst die DIP-Switches und verkabeln Sie den Kartenleser. Testen Sie ihn anschließend auf Funktionalität. Kleben Sie dann mit einer Abdichtmatte - wie im Bild zu sehen - die Rückseite sorgfältig ab, damit die Elektronik auch vor starkem Regen geschützt ist.

Weitere Hilfe benötigt?

Falls bei der Verkabelung oder beim Test Fragen offenbleiben, kontaktieren Sie unseren Support. Halten Sie dabei folgende Informationen bereit:

  • Baustelle und Controller-ID
  • Beschreibung des Problems
  • Fotos der Verkabelung (falls relevant)